Weißrussisch

Weißrussisch ist die Amtssprache Weißrusslands und in einigen Regionen im östlichen Polen. Sie wird von 7,9 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen und ist im slawischen Sprachgebiet zudem in Tschechien, der Ukraine, Litauen und Russland als Minderheitensprache anerkannt. Die engste Verwandtschaft des Belorussischen besteht zu den anderen zwei ostslawischen Sprachen: der ukrainischen und russischen Sprache.

Die weißrussische Sprache entstand im 14. Jahrhundert aus dem Ruthenischen und wurde durch ihren Status als Kanzleisprache des Großfürstentums Litauen schnell überregional gesprochen. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts unterlag Belorussisch einem starken Einfluss der polnischen Sprache, der auch heute noch im Vokabular zu finden ist.

Im 20. Jahrhundert verstärkte sich der Einfluss des Russischen auf die weißrussische Sprache. Bis heute besteht das kyrillische Alphabet als Schrift für das Weißrussische. Lediglich die Buchstaben „i „ў“ sind im belorussischen Alphabet im Gegensatz zur russischen Version zu finden. Es fehlen hingegen „и“, „щ“ und „ь“. Da die Aussprache zum größten Teil phonetisch ist, unterscheiden sich viele Wörter der ostslawischen Sprachen, obwohl ihnen die gleiche Schrift zugrunde liegt. Beispielsweise wird das unbetonte o im Russischen und Weißrussischen als a gesprochen, jedoch nur in letzterem auch als a geschrieben. Das Wort für „Wasser“ wird im Russischenвода“ und im Weißrussischen „вада“ geschrieben.

Die Laute „h“ und „g“ werden nur in einem Buchstaben wiedergegeben. Zwar gab es in der Vergangenheit auch einen eigenen Buchstaben für das „g“, dieser wird heutzutage allerdings nur noch im Ukrainischen verwendet.

Der Einfluss des Polnischen ist im Weißrussischen sehr viel größer als in den anderen ostslawischen Sprachen. Vergleichsweise große Teile des Wortschatzes sind aus der polnischen Sprachen entlehnt und auch die Transkription in die lateinische Schrift orientiert sich am polnischen Alphabet.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur weißrussischen Sprache:

  • Zwischen dem Altweißrussischen und der modernen weißrussischen Sprache besteht keine direkte Kontinuität. Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen diesen Formen und durch große Veränderungen im Weißrussischen im 19. Jahrhundert gibt es auch einige wenige grammatikalische Unterschiede innerhalb der ostslawischen Sprachen.
  • Es gibt eine „weißrussisch-russische gemischte Rede“, die von Sprachwissenschaftlern nicht als eigene Sprache anerkannt wird, jedoch eine stabile Sprachstruktur aufweist. Wissenschaftler heben gerne den „chaotischen“ Charakter der Mischsprache vor, da die Sprecher russische und belorussische Wörter und Satzstrukturen parallel benutzen.
  • Laut einer Umfrage aus den 1990er Jahren sehen 38% der Befragten die weißrussisch-russische Rede als ihre Muttersprache an. Sogar 50% der 1200 Befragten gaben an, die gemischte Rede als ihre erste Sprache zu sehen und täglich damit zu kommunizieren.

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