Serbisch

Serbisch ist eine Standardvarietät des südslawischen Zweigs der slawischen Sprachen und gehört damit zu den indogermanischen Sprachen. Ungefähr 12 Millionen Menschen sprechen Serbisch, von denen rund die Hälfte in Serbien lebt und die Sprache als Muttersprache spricht. Serbisch ist nicht nur Amtssprache in Serbien, sondern auch in Bosnien und Herzegowina und im Kosovo. In Montenegro, Griechenland, Kroatien und Mazedonien wird Serbisch regional als Amtssprache anerkannt und in Rumänien und Ungarn ist sie anerkannte Minderheitssprache.

Die serbische Sprache verfügt über zwei Alphabete mit 30 Buchstaben: das lateinische und das kyrillische. Für den offiziellen Gebrauch wurde 2006 die kyrillische Schrift gewählt, während wird im Alltag und den Medien beide Schriftsysteme verwendet werden. Welches Alphabet bevorzugt verwendet wird, ist regional unterschiedlich. So lässt sich feststellen, dass in Zentralserbien und der bosnischen Republika Srpska eher die kyrillische Schreibweise Verwndung findet, während die Serben in Kroatien und im nordserbischen Vojvodina die lateinische Schrift bevorzugen. Ausländische Namen werden im Serbischen so geschrieben, wie sie gesprochen werden. So wird aus Grace Kelly "Grejs Keli" oder Shakespeare wird zu "Šekspir".

Serbisch lässt sich im grammatikalischen Kontext den tonalen und flektierenden Sprachen zuordnen. Bei tonalen Sprachen ist die Aussprache und vor allem die Betonung sehr bedeutend. Schon eine kleine Abweichung kann einen neuen Inhalt oder eine andere Nuance vermitteln. Zum Beispiel: Njegovi zubi su prȁvi (Er hat gerade Zähne) und Njegovi zubi su prâvi (Er hat echte Zähne).

Die serbische Sprache verfügt über sieben verschiedene Kasus. Neben den vier, die auch im Deutschen verwendet werden, gibt es noch den Lokativ, der den Ort bestimmt, den Instrumentalis, der ein Mittel beschreibt, mit dem eine Handlung ausgeführt wird und den Vokativ, der als Anredeform einen Adressaten direkt anspricht.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur serbischen Sprache:

  • Einige Serben bevorzugen die kyrillische Sprache, aufgrund der Erziehung der Eltern oder weil Kyrillisch die bevorzugte Schreibweise der orthodoxen Kirche ist. Oft werden religiöse Texte oder konservative Themen in der Politik in kyrillischer und moderne Sachverhalte in lateinischer Schrift geschrieben.
  • Serbisch und Kroatisch sind sich so ähnlich, dass Serben und Kroaten sich unterhalten können.
  • Nachnamen enden oft auf „-ic“, was vergleichbar mit dem nordischen Suffix „-son“ für „Sohn“ oder „dotir“ für „Tochter“ ist. Es trägt die Bedeutung „die Nachkommen“.
  • Im Serbischen behalten Menschen ihren Nachnamen ein Leben lang. Das gilt üblicherweise für die Söhne als auch für die Töchter.
  • Das Wort Vampir - so eine Theorie - stammt aus dem Serbischen und wird auf der ganzen Welt für die blutsaugende Nachtgestalt verwendet.

Falsche Freunde: Serbisch-Deutsch

Wörter, die sich in Schrift und Aussprache einem Wort aus einer anderen Sprache ähneln, nennt man „Falsche Freunde“. Diese sind oftmals ein Grund für eine fehlerhafte Übersetzung, da man dazu verleitet wird anzunehmen, dass sie das Gleiche bedeuten, obwohl dies nicht der Fall ist. Unten folgend einige falsche Freunde, die bei der den Sprachkombinationen Deutsch-Serbisch oder Serbisch-Deutsch immer wieder zu Übersetzungsfehlern führen:

 

Serbisches Wort Falsche deutsche Übersetzung Korrekte deutsche Übersetzung

 

мир (mir)

mir der Frieden

 

сок (sok)

die Socke der Saft

 

риба (riba)

der Rübe der Fisch

 

мост (most)

der Most die Brücke

 

мит (mit)

mit der Mythos

 

дом (dom)

der Dom, die Kathedrale
das Haus

 

грам (gram)

der Gram, die Sorge das Gramm

 

глас (glas)

das Glas die Stimme

 

вас (vas)

was ihr

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