Chinesisch

Als offizielle Amtssprache der Volksrepublik China, der Republik China (Taiwan) und Singapurs, summiert sich die Anzahl der Chinesisch-Muttersprachler weltweit auf circa 980 Millionen. Zudem kommen rund 220 Millionen Zweitsprachler hinzu, was eine Gesamtzahl von 1,2 Milliarden Sprecher weltweit ergibt und somit einem Sechstel der Weltbevölkerung gleichzusetzen ist.

Die Chinesische Sprache gilt als die älteste kontinuierlich gebrauchte Sprache der Welt und kann bis zur Zeit der Shang Dynastie (1700-1100 v. Chr.) zurückverfolgt werden.

Anders als viele andere heutzutage genutzte Sprachen, verfügt das chinesische Schriftsystem über kein Alphabet, sondern ist piktografisch angelegt. Die Schriftzeichen (eher Bilder oder Symbole) sind also eher ideografisch zu nutzen und werden in Kombination zur Vermittlung einer Bedeutung benutzt. Ein Vergleich mit den ägyptischen Hieroglyphen ist somit grundsätzlich nicht falsch. Traditionell wird Chinesisch von rechts nach links und von oben nach unten geschrieben. Mittlerweile ist aber auch die Schreibweise von links nach rechts üblich. Eine romanisierte Form der chinesischen Sprache, das sogenannte Pinyin, benutzt zudem die lateinische Schreibweise. Im Gegensatz zu den Sprachen mit lateinischer oder griechischer Herkunft ist die chinesische Grammatik als simpel zu bezeichnen, da sie gänzlich auf Konjugationen verzichtet. Darüber hinaus wird der Tempus vereinfacht durch Adverbien gekennzeichnet.

Chinesisch kann in sieben sinitische Hauptsprachen unterteilt werden. Die chinesische Sprache mit den meisten Sprechern (71 Prozent) ist das Hochchinesisch, dem sogenannten Mandarin, welches dem Dialekt Pekings bzw. Beijings gleichzusetzen ist. Darüber hinaus werden sechs weitere chinesische Sprachen gesprochen: Wu (9%), Xiang (5%), Yue/Kantonesisch (5%), Min (4%), Hakha (4%) und Gan (2%).

Mehr als 50.000 Schriftzeichen sind in der chinesischen Sprache zu finden. Muttersprachler der chinesischen Sprache lernen üblicherweise im Laufe ihres Lebens zwischen 5.000 und 20.000 Schriftzeichen. Um eine chinesische Zeitung bei der Lektüre halbwegs verstehen zu können, sollte man über einen Wortschatz von mindestens 2.000 Wörtern verfügen. Sprecher, die unter 1.000 Schriftzeichen kennen, werden als Analphabeten bezeichnet. Für Sprachschüler, die sich der chinesischen Sprache annehmen möchten, gilt die Empfehlung, dass man mindestens 700 Stunden investieren muss, um sich ohne Übersetzer in China „durchschlagen“ zu können.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur chinesischen Sprache:

  • Die chinesische Sprache ist eine Tonsprache, die über vier Grundtöne verfügt: gleichbleibend, steigend, fallend-steigend, fallend. Hinzu kommt der neutrale Ton, der oftmals als der fünfte Ton bezeichnet wird. Das bekannteste Beispiel bezüglich der unterschiedlichen Betonungsarten stellt das chinesische Wort „ma“ dar, welches folgende Bedeutungen haben kann: Mama, Hanf, Pferd, schimpfen. Die neutrale Betonung des Wortes „ma“ kann in diesem Fall als Hilfswort zur Fragebildung bezeichnet werden.

  • Auch wenn Mandarin Chinas Amtssprache ist und flächendeckend in der Volksrepublik China und Taiwan gelehrt wird, ist es für viele Menschen der beiden Länder eine Fremdsprache, wie es bei uns in Deutschland die englische Sprache darstellt. So wird in den großen Zentren im Süden Chinas (Hongkong und Macao) vorwiegend Kantonesisch gesprochen, während in der Gegend rund um Shanghai Wu dominiert.

  • In ganz China werden einheitliche Schriftzeichen verwendet, die es allen chinesischen Sprachgruppen möglich macht, sich über die chinesische Sprach hinaus zu verständigen. Daher findet man im chinesischen Fernsehen oftmals Untertitel mit chinesischen Schriftzeichen, so dass Sprecher aller chinesischen Sprachen und Dialekte den Sendungen folgen können.

  • Einer Studie der University of California in San Diego zufolge, haben Sprecher einer Tonsprache ein besseres Gehör für höhere Töne, als die, die keine Tonsprache beherrschen.

  • Das 1957 eingeführte Pinyin ist die Romanisierung der chinesischen Schrift, die es Chinesisch sprechenden Menschen heutzutage erlaubt, auch das lateinische Alphabet an PC-Tastaturen oder Mobiltelefonen zu nutzen.

Gibt es deutsche Wörter in der Chinesischen Sprache?

 

Wir haben lediglich eins gefunden: Gullydeckel. Der „Gullydeckel“ kam zu den Chinesen durch das deutsche Pachtgebiet Jiaozhou und heißt selbst heute noch „guli“ in der Qingdao-Region.

Es gibt aber auch chinesische Begriffe (Sinismen), die es in die deutsche Sprache geschafft haben. Hier einige Beispiele, die vielen von uns tagtäglich begegnen: Chop Suey, Dim Sum, Ginkgo, Kungfu, Mahjong, Tofu, Wok, Yin und Yang. 


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