Armenisch

Die armenische Sprache stellt einen eigenen Zweig in der indogermanischen Sprachfamilie dar und wird von etwa 9 Millionen Muttersprachlern weltweit gesprochen. Sie ist Amtssprache Armeniens und in vielen Ländern Osteuropas sowie dem Irak und dem US-Bundesstaat Kalifornien anerkannte Minderheitensprache.

Es gibt drei Sprachformen des Armenischen: Altarmenisch – oder „Grabar“ - wurde ab dem 5. Jahrhundert benutzt und erfreut sich heute in Kirchen und der Poesie weiterhin großer Beliebtheit. Ostarmenisch bzw. „Arevelahayeren“ ist die offizielle Amtssprache Armeniens und somit auch die am meisten verbreitete Form. Das Westarmenische bzw. „Arevmtahayeren“ ist hingegen vor allem im Libanon und den USA zu Hause. Die größte Ähnlichkeit hat Armenisch mit dem Griechischen. Daher wird angenommen, dass diese Sprachen miteinander verwandt sind. Eine hohe Anzahl an entlehnten Wörtern findet man hauptsächlich aus dem Persischen oder dem Griechischen.

Armenisch hat ein eigenes Alphabet, das im 5. Jahrhundert n. Chr. entwickelt wurde. Leichte Ähnlichkeiten bestehen zum griechischen, syrischen, aramäischen und sogar äthiopischen Alphabet. Über die Jahre wurden weitere Buchstaben hinzugefügt, sodass das armenische Alphabet heute aus 39 Buchstaben besteht.

Es wird angenommen, dass es zwischen der Aussprache des Altarmenischen und dem heutigen Armenisch nur wenige Unterschiede gibt. Mit der Zeit wurde aber auch Armenisch durch umliegende Sprachen wie beispielsweise Türkisch beeinflusst, sodass sich auch die Aussprache leicht änderte.

In der armenischen Sprache gibt es sieben grammatikalische Fälle, jedoch keine grammatikalischen Geschlechter. Bei den Artikeln wird der teilweise große Unterschied zwischen Ost- und Westarmenisch deutlich: Die Amtssprache Armeniens nutzt das Wort „մի“ („mi“) als unbestimmten Artikel und im Westarmenischen hängt man ein „մը“ („mә“) an das Nomen an.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur armenischen Sprache:

  • Die Ähnlichkeit des äthiopischen Alphabets geht vermutlich auf das 4. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit gab es einen kulturellen Austausch zwischen Armeniern und Angehörigen des Aksumitischen Reiches in Nordafrika.
  • Im Armenischen gibt es ein eigenes Zahlsystem, das wie im Lateinischen aus Buchstaben besteht. Heute wird es nur noch sehr selten benutzt, unter anderem, weil es keine Null gibt.

Unterschiede zwischen Ost- und Westarmenisch:

Deutsch Ostarmenisch Westarmenisch
 Ich gehe. Gnum em. Gertam.
 Komme! Ari! Yegur!
 Gehört das dir? Sa k´onn e? Asiga k´ugt e?
 Ich werde essen. Utelu em. Bidi udem.

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