Mazedonisch

Mazedonisch ist mit etwa 2 Millionen Muttersprachlern eine der kleineren slawischen Sprachen und kann der südslawischen Untergruppe zugeordnet werden. Die engste Verwandtschaft besteht zum Bulgarischen, sodass früher die Dialekte der beiden Sprachen häufig der anderen Sprache zugeordnet wurden. Als Amtssprache des Staates Mazedonien leben etwa 1,3 Millionen Sprecher des Mazedonischen in dem südlichen Balkanstaat. Weitere Sprechergruppen gibt es in Bulgarien, Albanien und Griechenland.

Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts begannen Sprachforscher, Mazedonisch als eigene Sprache und nicht als Teil des Bulgarischen einzuordnen. Im gleichen Zeitraum erfolgte auch der Ausbau der mazedonischen Standardsprache, um den vielen Dialekten eine gemeinsame Hochsprache entgegenzusetzen. Trotz der Abgrenzung und eigenen Weiterentwicklung können sich Mazedonier und Bulgaren auch heute noch problemlos unterhalten. Auch die Grenze zwischen serbokroatischen und mazedonischen Mundarten verläuft fließend. So wurde der Goranski-Dialekt früher eher zur serbischen Sprache gezählt und heute eher zum Mazedonischen.

Das Alphabet des Mazedonischen basiert auf der kyrillischen Variante des Serbischen. Lediglich drei Unterschiede wurden bei der Entstehung des Alphabets 1945 eingeführt: der serbische Buchstabe ђ wird in Mazedonien als ѓ geschrieben, das ћ als ќ und der Buchstabe „s“ symbolisiert den „dz“-Laut, den es im Serbischen nicht gibt.

Durch den engen Kontakt und dem bestehenden Dialektkontinuum vom südserbischen Torlakisch zum Bulgarischen gibt es sehr viele Lehnwörter aus den umliegenden Sprachen des Mazedonischen. Wie in den meisten europäischen Sprachen ist in den letzten Jahren zudem ein Anstieg von Wörtern aus der englischen Sprache zu verzeichnen. Vor allem im Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich auch türkische, russische und deutsche Lehnwörter im mazedonischen Vokabular verfestigt.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur mazedonischen Sprache:

  • Im mazedonischen Sprachraum, der sich über Mazedonien hinaus vom östlichen Albanien über das nördliche Griechenland bis zum westlichen Bulgarien streckt, unterscheidet man zwischen zwei großen Dialektgruppen mit weiteren kleineren Mundarten. Vor allem grammatikalische Unterschiede kennzeichnen die Differenzen zwischen der westlichen und östlichen Dialektgruppe.
  • Mazedonisch gehört durch die späte Anerkennung als eigene Sprache, unabhängig vom Bulgarischen, zu den jüngsten slawischen Sprachen. Mit dem Altkirchenslawisch und dem Bulgarischen bildet Mazedonisch heute die ostsüdslawischen Sprachen.

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