Georgisch

Die georgische Sprache wird von etwa 4 Millionen Menschen gesprochen und ist eine der ältesten Kultursprachen der Welt. Sie gehört zur kartwelischen oder südkaukasischen Sprachengruppe und ist mit den slawischen Sprachen, mit den indogermanischen Sprachen und mit den iranischen Sprachen verwandt.

Georgisch wird außerhalb Georgiens auch in Armenien, Aserbaidschan, Griechenland, der Türkei, im Iran und in Russland gesprochen. Georgisch gilt als eine sehr komplexe Sprache. So gibt es drei Arten der Verneinung, 7 Fälle und 11 verschiedene Zeiten.

Auch seine Schrift, Mchedruli genannt, ist für Leser, die lateinische Buchstaben gewöhnt sind, ungewöhnlich. Sie besteht aus 33 Zeichen, fünf vokalischen und 28 konsonantischen Phonemen. Das Georgische hat zahlreiche Lehnwörter aus dem Altgriechischen, Lateinischen, Persischen, Arabischen, Armenischen, Russischen und – in den letzten Jahren – Englischen übernommen.

Eine bekannte georgisch-sprechende Persönlichkeit ist die Sängerin Katie Melua, die neben dem britischen Pass auch den georgischen Pass besitzt. Auch der ehemalige russische Außenminister Eduard Schewardnadse beherrschte die georgische Sprache.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur georgischen Sprache:

  • Die Konsonanten des Georgischen können sehr große sogenannte Konsonantencluster bilden. Beispielsweise im Namen der georgischen Stadt Mzcheta. Als Extrembeispiel gilt der georgische Zungenbrecher „ihr pellt uns“: gwprzkwnit.
  • Die georgische Sprache kennt kein grammatikalisches Geschlecht. Außerdem haben die Substantive weder einen bestimmten noch einen unbestimmten Artikel.
  • Ja-Nein-Fragen werden mit einer steigend-fallenden Intonation realisiert, was für Sprecher der deutschen Sprache ungewohnt sein kann. Jedes georgische Nomen im Nominativ endet mit einem Vokal.
  • Eine Besonderheit stellt das georgische Zahlensystem dar. Bis zur Zahl 100 wird die 20 als Basis zur Zahlenbildung verwendet. So lautet die Zahl 80 etwa „otchmozi“ (4x20), vergleichbar mit der französischen Form „quatre-vingt“.
  • Das Wort „mama“ heißt auf Deutsch Vater, was zu einigen Verwechslungen führen kann.
  • An den Endungen der Familiennamen kann man häufig erkennen, aus welcher Region die betreffende Person kommt. Die Endung „-dse“ (altgeorgisch „Sohn“) deutet auf eine westgeorgische Herkunft hin, während „-schwili“ („Kind“) einen ostgeorgischen Hintergrund vermuten lässt.

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