Slowenisch

Slowenisch wird von etwa 2,2 Millionen Muttersprachlern gesprochen und ist die Amtssprache Sloweniens, der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien in Norditalien sowie dem österreichischen Bundesland Kärnten. Die Verbreitung des Slowenischen über die Landesgrenzen des osteuropäischen Landes hinaus lässt sich durch die Geschichte der Sprache erklären. Sie entstand im Fürstentum Karantanien, das Teile der heutigen Steiermark, Kärntens und Sloweniens abdeckt. Als slawische Sprache ist Slowenisch nicht näher mit Italienisch oder Deutsch verwandt, die regionale Nachbarschaft ist allerdings sehr eng.

Die slowenische Sprache wird in lateinischer Schrift geschrieben, wobei es mit den Buchstaben č, š und ž typische Ergänzungen für eine slawische Sprache gibt. Da Eigennamen nicht transkribiert werden, gibt es noch zahlreiche Sonderzeichen, die nicht Teil des offiziellen Alphabets sind. Der Dialekt „Resianisch“ hat sich mittlerweile so stark von der slowenischen Standardsprache entfernt, dass er eine eigene Schriftsprache entwickelt hat und fast als eigenständige Sprache gilt. Des weiteren sind durch abgelegene Dörfer in der Alpenregion viele verschiedene Dialekte entstanden, die auch heute noch gesprochen werden.

In der Grammatik des Slowenischen unterscheidet man zwischen sechs unterschiedlichen Fällen und drei Geschlechtern, wie man es im Deutschen gewohnt ist. Bei Mengenangaben kommt zur Einzahl und Mehrzahl noch die Zweizahl hinzu. Das slowenische Vokabular stammt zum überwiegenden Teil aus der altslawischen Sprache. Dazu kommen Lehnwörter aus dem Griechischen, Lateinischen, Deutschen, Französischen, Italienischen und neuerdings auch aus dem Englischen.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts gab es einige Veränderungen im Slowenischen. Zwar können erste Schriftzeugnisse auf das Jahr 1000 n. Chr. datiert werden, neue Buchstaben wurden zur Mitte des 19. Jahrhunderts dennoch eingeführt. Aus dem Tschechischen übernahm man č, š und ž. Der Versuch, eine serbokroatisch-slowenische Einheitssprache zu schaffen, scheiterte zu Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur slowenischen Sprache:

  • Auch wenn Slowakisch und Slowenisch nicht näher miteinander verwandt sind, sorgen die ähnlich klingenden Namen immer wieder für Verwirrung: „slovenščina“ ist der Eigenname des Slowenischen, „slovenčina“ der des Slowakischen. „Jaz govorim slovensko“ heißt „Ich spreche slowenisch“ auf Slowenisch, auf Slowakisch bedeutet „slovensko“ hingegen „Slowakei“.
  • Durch den direkten Kontakt mit der deutschen Sprache im südlichen Österreich gibt es einige Wörter, die Folge gegenseitigen Wortaustausches sind. Hier einige Beispiele slowenischer Wörter mit deutschem Ursprung:
Slowenisches Wort Deutsches Wort
Šina die Schiene
Mušter das Muster
Šport der Sport
Knof der Knopf
Pir das Bier

Falsche Freunde: Slowenisch-Deutsch

 

Wörter, die sich in Schrift und Aussprache einem Wort aus einer anderen Sprache ähneln, bezeichnet man in den Sprachwissenschaften als „Falsche Freunde“. Diese napačni prijatelji sind oftmals ein Grund für eine fehlerhafte Übersetzung, da man dazu verleitet wird anzunehmen, dass sie das Gleiche bedeuten, obwohl dies nicht der Fall ist. Unten folgend einige Beispiele, die bei der Sprachkombinationen Deutsch-Slowenisch oder Slowenisch-Deutsch immer wieder zu Übersetzungsfehlern führen:

Slowenisches Wort Falsche deutsche Übersetzung Korrekte deutsche Übersetzung
glas das Glas die Stimme
riba die Rübe der Fisch
dom der Dom das Zuhause
breg der Berg das Ufer

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