Albanisch

Weltweit nutzen etwa 7,6 Millionen Menschen die albanische Sprache zu ihrer Verständigung. Sie ist die Amtssprache von Albanien und dem Kosovo, wird aber auch in anderen Ländern des Balkans sowie in südlichen Regionen Italiens gesprochen.

Albanisch lässt sich den balkanindogermanischen Sprachen zuordnen und gehört somit zum Balkansprachbund. Dieser enthält Sprachen Osteuropas, die nicht näher miteinander verwandt sind und doch strukturelle Gemeinsamkeiten aufweisen. Weitere Mitglieder dieses Bundes sind das Bulgarische und das Mazedonische sowie Dialekte des Serbischen und Neugriechischen.

Seit der ersten Erwähnung des Albanischen im 11. Jahrhundert unterlag die Sprache vielen fremdsprachlichen Einflüssen. So sind frühe Einflüsse des Altgriechischen und Lateinischen zu erkennen, sowie spätere Entlehnungen aus dem Türkischen, Italienischen, Französischen und den südslawischen Sprachen. Zurzeit fließen natürlich vermehrt Lehnwörter aus dem Englischen ein.

Das albanische Alphabet kennt 36 Buchstaben, wobei neun dieser Lettern sogenannte "Digraphen" sind, also aus zwei Buchstaben zusammengesetzte, untrennbare Einheiten bilden. Dazu gehören die Digraphen Dh, Gj, Ll, Nj, Rr, Sh, Th, Xh und Zh.

Die vorherrschenden Dialekte des Albanischen schlagen sich in einer Nord-Süd-Trennung zwischen dem nördlichen Gegisch und dem südlichen Toskisch nieder. Das Toskische diente als Vorlage zur heutigen albanischen Schriftsprache, die erst im 20. Jahrhundert entwickelt wurde. Zwar wurden ab 1870 Zeitungen auf Albanisch gedruckt, jedoch konnte man sich erst 1908 auf die einheitliche Verwendung der lateinischen Schrift mit zwei Sonderzeichen (Ç und Ë) einigen. Zuvor entschied die Konfession häufig, ob man die lateinische, griechische oder auch arabische Schrift verwendete. Ein muslimischer Gelehrter entwickelte auch ein alternatives albanisches Alphabet ("Elifbaja"), das aus der arabischen Schrift zusammengesetzt wurde. Die immer noch geltenden Regeln von 1908 erklären die oftmals simple Aussprache des Albanischen, da man sich auf eine rein phonetische Schreibweise einigte und somit jeder Buchstabe nur eine einzige Aussprachemöglichkeit bietet.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur albanischen Sprache:

  • Erst im Jahr 1854 hat der Sprachwissenschaftler Franz Bopp die Zugehörigkeit des Albanischen zur indogermanischen Sprachgruppe festgestellt.
  • Der byzantinischen Schriftstellerin Anna Komnena ist die Ersterwähnung des Albanischen im 11. Jahrhundert zu verdanken.
  • Der Ursprung der albanischen Sprache ist möglicherweise auf das bis 600 n. Chr. gesprochene Illyrisch zurückzuführen. Da aus dieser Zeit jedoch zu wenig schriftliche Quellen vorhanden sind, ist eine zweifelsfreie Einordnung nicht möglich.
  • Die meisten albanischen Literaturwerke gehen auf die Zeit der "Rilindja" ("nationale Renaissance") im späten 19. Jahrhundert zurück.
  • Die albanische Sprechergruppe in Süditalien geht zurück auf Auswanderer, die 1468 nach dem Tod des albanischen Nationalhelden Skanderbeg ("Skenderbëu") den Weg über die Adria gefunden haben.

Falsche Freunde: Albanisch-Deutsch

 

Wörter, die sich in Schrift und Aussprache einem Wort aus einer anderen Sprache ähneln, bezeichnet man in den Sprachwissenschaften als „Falsche Freunde“. Diese sind oftmals ein Grund für eine fehlerhafte Übersetzung, da man dazu verleitet wird anzunehmen, dass sie das Gleiche bedeuten, obwohl dies nicht der Fall ist. Unten folgend einige Beispiele, die bei der Sprachkombinationen Deutsch-Albanisch oder Albanisch-Deutsch immer wieder zu Übersetzungsfehlern führen:

 Albanisches Wort

Falsche deutsche Übersetzung Korrekte deutsche Übersetzung
fund der Fund der Boden, der Grund, die Unterseite; der Rock
gisht die Gischt der Finger
go der Gote das Glas
hundë die Hunde (Plural von "Hund") die Nase
kam (von "kam") kam (von "kommen") haben
komplet komplett das Essbesteck
lugë die Lüge der Löffel
vogël der Vogel klein, wenig

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