Bengalisch

Die bengalische Sprache oder auch „Bengali“ genannt, wird von 215 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen und gehört mit circa 230 weltweiten Sprechern zu den zehn meistgesprochenen Sprachen der Welt. Offiziell ist Bengalisch die Amtssprache des asiatischen Landes Bangladesch sowie einiger Bundesstaaten im Osten Indiens. Neben Hindi ist Bengali die größte Sprache Indiens und hat seit 2002 sogar den Status einer anerkannten Minderheitensprache im westafrikanischen Land Sierra Leone.

Die bengalische Schriftsprache besteht aus Buchstaben der Brahmi-Schrift, welche mit der Devanagari-Schrift (mit der auch Hindi und Sanskrit geschrieben werden) verwandt ist. Es handelt sich um eine recht komplexe Schrift, die aus Konsonant-Vokal-Verbindungen besteht, sodass es mehr als 200 verschiedene Zeichen gibt. Für die Darstellung von Zahlen gibt es ein eigenes bengalisches Zeichensystem, jedoch werden die indischen Ziffern in letzter Zeit bevorzugt genutzt.

Eine herausstechende Besonderheit der Brahmi-Schrift und der bengalischen Sprache ist die Darstellung von Vokalen und Konsonanten. Vokale, die am Wortanfang stehen, werden als ihre eigentlichen Vokalzeichen geschrieben. Wenn ein Vokal allerdings in der Wortmitte steht, wird er als Modifikation mit dem Konsonanten geschrieben, der direkt vor dem Vokal steht. Dadurch ergibt sich die große Anzahl an verschiedenen Zeichen und eine für Sprecher der deutschen Sprache ungewohnte Schreibweise.

Erst im 18. Jahrhundert wurde mit einer Entwicklung einer bengalischen Standardsprache begonnen, nachdem eine Untersuchung der Grammatik des Bengalischen auf Portugiesisch erschienen ist. Die ersten Schriftzeugnisse stammen aus dem ersten Jahrtausend n. Chr. und zeigen die Texte von 47 Liedern, die zusammen „Charyapada“ genannt werden.

Die ersten ausführlicheren Untersuchungen der bengalischen Sprache wurden im 19. Jahrhundert unternommen. In dieser Zeit akzeptierten auch die in Bangladesch lebenden Muslime Bengalisch als ihre Hauptsprache, sodass in den 1890er Jahren an einer bengalischen Version des Koran gearbeitet wurde. Im 20. Jahrhundert gehörte das heutige Bangladesch über einige Jahre zu Pakistan, wobei es zu Konflikten zwischen den Sprechern der vorherrschenden Sprachen Urdu und Bengali kam.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur bengalischen Sprache:

  • Das Vokabular der bengalischen Sprache wurde über die Jahre von zahlreichen anderen Sprachen beeinflusst. Der Großteil kommt aus Sprachen, die mit Sanskrit assoziiert werden. Des weiteren hatten Persisch und Arabisch in der Geschichte große Einflüsse auf Bengali. Hinzu kommen vereinzelte Lehnwörter aus dem Portugiesischen, Französischen, Niederländischen und vor allem aus der englischen Sprache.
  • Die bengalische Sprache kennt zahlreiche Dialekte, die nicht fest in Gruppen eingeteilt werden können. Die südwestlichen Rarh- und Nadia-Dialekte bildeten die Grundlage für die heutige Standardsprache.

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