Lettisch

Lettisch ist die Amtssprache Lettlands, wird von etwa 2,2 Millionen Menschen gesprochen und zählt mit dem Litauischen und mehreren Dialekten zu den ostbaltischen Sprachen. Über die Jahre haben sich zahlreiche Lehnwörter aus dem Deutschen, Russischen, Schwedischen und Englischen angesammelt, die in letzter Zeit durch geplante Neologismen ergänzt werden, da man nach dem Beitritt Lettlands zur Europäischen Union festgestellt hat, dass es einige Lücken im lettischen Vokabular gibt.

Auffällig für lettische Namen sind die typischen Endungen, die das Geschlecht der jeweiligen Person anzeigen. So zeigt „-s“ oder „-is“ den Namen einer männlichen Person an und „-e“ oder „-a“ den einer weiblichen. Einige weitere Besonderheiten finden sich im lettischen Alphabet, das in lateinischer Schrift mit ganzen 11 Sonderzeichen geschrieben wird. Die Buchstaben „h“ und „f“ sind Fremdwörtern vorbehalten und finden in lettischen Wörtern nur in neu entstandenen Lehnwörtern Anwendung, wie zum Beispiel bei „alfabēts von Alphabet, telefons von Telefon oder alkohols von Alkohol. Jedoch wird das „h“ in Wörtern mit lettischem Ursprung als Schriftzeichen für den Laut „ch“. Es wird wir im deutschen Wort „Bach“ ausgesprochen und Beispiele sind: „arhitekts“, was „Architekt“ bedeutet oder „arheologs“, was „Archäologe“ bedeutet. Folgende Sonderzeichen vervollständigen das lettische Alphabet: ā, č, ē, ģ, ī, ķ, ļ, ņ, š, ū, ž.

Wie in baltischen Sprachen üblich, ändern sich durch die lettische Grammatik die Wortendungen sehr häufig. Zwar gibt es in der lettischen Sprache kein Neutrum, jedoch gibt es für männliche und weibliche Nomen jeweils drei bis vier Deklinationsklassen sowie sieben Fälle, die die Wortendungen beeinflussen. Im Lettischen unterscheidet man zwischen drei Dialektgruppen: Tahmisch, Mittellettisch und Hochlettisch. Jedoch sollte man Letzteres nicht mit dem Standardlettisch gleichsetzen, da das in der Mitte Lettlands beheimatete Mittellettisch die Standardsprache bildet und Hochlettisch eher mit Lettgallisch verwandt ist.

Es gibt zwar eine lettische Computer-Tastatur, jedoch ist diese so wenig verbreitet, dass die Letten zum größten Teil auf englischen Tastaturen schreiben und ihre Sonderzeichen durch Wiederholungen oder Ergänzungen umschreiben (ē wird zu „ee“, ņ“ wird zu „nj“ und š“ wird zu „sh“).

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur lettischen Sprache:

  •  Bis zum 19. Jahrhundert wurde Lettisch stark durch die deutsche Sprache beeinflusst. Die ersten schriftlichen Zeugnisse des Lettischen wurden im 16. Jahrhundert auch von Deutschen geschrieben.
  • Als indogermanische Sprache weist das Lettische vereinzelt Wörter des Lateinischen auf, die heutzutage in keiner anderen Sprache mehr zu finden sind. Außerdem ist es verwandt mit Sanskrit.
  • In der ersten Version der lettischen Rechtschreibung gab es zwölf Möglichkeiten, den Buchstaben š“ zu schreiben.

Falsche Freunde Lettisch - Deutsch:

 

Wörter, die sich in Schrift und Aussprache einem Wort aus einer anderen Sprache ähneln, nennt man „Falsche Freunde“. Diese nepareizi draugi sind oftmals eine Quelle für Übersetzungsfehler, da man dazu verleitet wird, anzunehmen, dass sie das Gleiche bedeuten, obwohl dies nicht der Fall ist. Hier ein paar Falsche Freunde, die in der Sprachkombination Lettisch-Deutsch oder Deutsch-Lettisch oftmals für Verwirrung sorgen:

Lettisches Wort Falsche deutsche Übersetzung Korrekte deutsche Übersetzung
būs der Bus sein
krist der Christ fallen
dome der Dom der Rat
elsas das Elsass schluchzen
elle die Elle die Hölle
visums das Visum das Universum
zelts das Zelt das Gold

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