Türkisch

Die türkische Sprache ist die wichtigste und zudem größte aller Turksprachen. Nahezu 70 Millionen Menschen sprechen Türkisch als Muttersprachler, davon 58 Millionen Menschen in der Türkei (80% der türkischen Bevölkerung). Darüber hinaus gibt es Muttersprachler in Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Aserbaidschan sowie in Bulgarien, Griechenland, Zypern und Nordzypern. Hinzu kommen noch 20 Millionen Menschen, die Türkisch als Zweitsprache sprechen und weltweit zu finden sind.

Türkisch ist offizielle Amtssprache der Türkei, Zyperns und dem türkisch-beeinflussten Nordzypern. Außerdem wird Türkisch auch in Mazedonien, Rumänien und im Kosovo als lokale Amtssprache gelistet.

Auch wenn Türkisch als eine der ältesten Sprachen gilt, hat es 1928 einen radikalen Wandel erlebt. Auf Initiative von Mustafa Kemal Atatürk wurde eine Kommission gegründet, die die Sprache reformieren sollte. Zum damaligen Zeitpunkt waren etwa 90% der Menschen der Türkei Analphabeten. Die arabische Schrift, die bis dato der türkischen Sprache schriftlich Ausdruck verliehen hatte, wurde durch die lateinische – mit einigen neu eingeführten Zeiten - ersetzt. Befürworter dieses Wechsels waren der Ansicht, dass die arabische Schrift, die die Vokale meist weglässt, sich nicht so gut eignen würde, um Analphabeten das Schreiben näher zu bringen.

In Deutschland befindet sich die bevölkerungsreichste türkischsprachige Gemeinde der EU mit circa 2,5 Millionen Sprechern. Die langjährige Zugehörigkeit der türkischen Sprache und Kultur in Deutschland hat auch in der deutschen Sprache seinen Einfluss hinterlassen: Schabracke (Çaprak), Kaviar (Hayvyar), Horde (ordu), Joghurt (yoğurt) u.v.m. Im Gegenzug haben aber auch zahlreiche deutsche Wörter Berücksichtigung in der türkischen Sprache gefunden: aysberg (Eisberg), faşing (Fasching), haymatlos (heimatlos), otoban (Autobahn), şinitzel (Schnitzel) oder şalter (Schalter) sind nur einige Beispiele. Grundsätzlich zeigt sich die türkische Sprache sehr international. Knapp 15% der Wörter im Türkischen sind als Lehnwörter zu bezeichnen. Natürlich hat Arabisch (6.500 Wörter) eine besondere Bedeutung, aber auch Französisch (fast 5.000 Wörter), Persisch, Italienisch, Englisch, Griechisch, Latein und Deutsch haben der türkischen Sprache mit ihren Lehnwörtern einen Stempel aufgedrückt.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur türkischen Sprache:

  • Türkisch ist eine agglutinierende Sprache (lat.: ankleben); das bedeutet, das Person, Zeit und Kasus durch das Anbringen von Affixen zum Ausdruck gebracht werden.

  • Die türkische Sprache verfügt nicht über ein grammatisches Geschlecht.

  • Auch wenn mit der Gründung der Türkischen Sprachgesellschaft ab 1932 viele Lehnwörter aus anderen Sprachen durch türkische Ausdrücke ersetzt wurden, ist der Anteil der arabischen und persischen Wörter immer noch auffällig hoch.

  • Bis zur von Kemal Atatürk forcierten Sprachreform von 1928 wurde die Sprache auch „Osmanisch“ genannt.

  • Ähnlich wie im Deutschen, werden in der türkischen Sprache viele Wörter zusammengesetzt: göz (Auge), gözlük (Brille), gözlükçü (Augenoptiker), gözlükçülük (das Geschäft des Augenoptikers)

Falsche Freund: Türkisch-Deutsch

 

Wörter, die sich in Schrift und Aussprache einem Wort aus einer anderen Sprache ähneln, nennt man „Falsche Freunde“. Diese sind oftmals ein Grund für die falsche Übersetzung, da man dazu verleitet wird anzunehmen, dass sie das Gleiche bedeuten, obwohl dies nicht der Fall ist. Unten folgend einige falsche Freunde, die bei der den Sprachkombinationen Deutsch-Türkisch oder Türkisch-Deutsch immer wieder zu Übersetzungsfehlern führen:

Türkisches Wort Falsche deutsche Übersetzung Korrekte deutsche Übersetzung
armut die Armut die Birne
biber der Bieber der Pfeffer
pasta die Pasta der Kuchen
seksen Sechzehn Achzig
mayo die Mayonnaise die Badehose

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