Isländisch

Als Amtssprache des nordeuropäischen Inselstaates Island wird Isländisch von etwa 300.000 Menschen als Muttersprache gesprochen. Die engste Verwandtschaft mit einer anderen nordgermanischen Sprache besteht zum Norwegischen und dem Färöischen, das zusammen mit Isländisch die inselnordische Sprachfamilie bildet. In ihrer Entwicklung wurde die isländische Sprache vor allem vom Dänischen und Deutschen beeinflusst. Nachdem der Einfluss dieser beiden Sprachen besonders in der isländischen Literatur für zu groß angesehen wurde, beschloss man zu Beginn des 19. Jahrhunderts, verstärkt auf den Erhalt des Isländischen zu achten. Auch heute noch werden nahezu alle Lehnwörter durch isländische Neologismen ersetzt: „Computer“ heißt „tölva“, „Büro“ bedeutet „skrifstofa“. Es gibt zwar englische Wörter im Isländischen, aber der Anteil an Anglizismen ist weitaus geringer als beispielsweise in der deutschen Sprache. Der sogenannte „málvernd“, also der Sprachschutz des Isländischen ist vor allem durch die geographische Abgelegenheit der Insel zu erklären. Die isländische Sprache kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, dementsprechend kümmern sich ihre Sprecher um den Erhalt der Sprache.

Das isländische Alphabet besteht zum überwiegenden Teil aus lateinischen Buchstaben. Auf den Vokalen kann ein Akzent hinzugefügt werden. Die Buchstaben c, q, w und z wurden aus dem Alphabet gestrichen und kommen ausschließlich in Fremdwörtern vor. Aus den lateinischen Sonderzeichen wurden „ö“, „æ“ und das dem englischen „th“-Laut ähnelnde „ð“ übernommen. Aus dem sehr alten Runen-Alphabet hat der Buchstabe „þ“ bis heute Bestand.

Eine weitere Besonderheit des Isländischen ist, dass es nahezu keine Dialekte gibt. Auf der kleinen Insel im Nordatlantik gab es fast keine inneren Abschottungen, sodass sich auch keine regionalen Eigenheiten der Sprache entwickeln konnten.

Ein paar interessante Fakten und Wissenswertes zur isländischen Sprache:

  • Der „Reykjaholtsmáldagi“ ist das vermutlich älteste Werk des Isländischen. Wie der gesamte skandinavische Raum kann Isländisch auf eine lange dichterische Geschichte zurückblicken. Das wohl bekannteste Werk ist die Ansammlung von mythischen Heldensagen, der „Edda“.
  • Kein anderes Land hat eine so hohe Dichte an Literaturnobelpreisträgern wie Island. Zwar gab es mit Halldór Laxness im Jahr 1955 erst einen Preisträger, bei einer Bevölkerung von etwa 350.000 Einwohner reicht es aber für diesen kuriosen Spitzenplatz.
  • Isländisch ist durch die Abgeschiedenheit der Insel noch mehr oder weniger ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten. Manche bezeichnen diese Sprache als skandinavische Ursprache, da auch die Sprecher des heutigen Dänisch und Schwedisch früher mal Isländisch oder eng verwandte Sprachen nutzten.

Isländische Neologismen für Anglizismen und Fremdwörter:

 

Die 1964 gegründete „Isländische Sprachkommission“ beschäftigt sich mit dem Erhalt der isländischen Sprache. Oft ist Kreativität gefragt, wenn Wörter aus dem Englischen, Französischen oder anderen Sprachen drohen, in den Wortschatz der Isländer aufgenommen zu werden. Hier einige Beispiele, welche Neologismen es in das isländische Vokabular geschafft haben:

Isländisches Wort Wörtliche Übersetzung Bedeutung des Wortes
sjónvarp der „Bildrausschicker“ der Fernseher
sími der „Draht“ das Telefon
skriðreki der „kriechende Drache“ der Panzer
fjarfluga die „Fernfliege“ die Drohne

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