Rumänisch

Als offizielle Amtssprache von Rumänien und Moldawien sprechen 21,6 Millionen Rumänen und 3,9 Millionen Moldauer Rumänisch. Weltweit gibt es etwa 34 Millionen Sprecher, wovon 30 Millionen Muttersprachler sind. Außerhalb von Rumänien und Moldawien gilt Rumänisch in Teilen von Serbien (ca. 75.000 Sprecher) und Griechenland (ca. 100.000) als regionale Amtssprache. Die Verbreitung der rumänischen Sprache konzentriert sich vor allem auf Osteuropa (Serbien, Griechenland, Ungarn, Ukraine), aber auch in Nordamerika gibt es 3,5 Millionen Sprecher.

Die Entstehung der rumänischen Sprache beginnt mit der römischen Besetzung der Provinzen Dakien und Moesien im Jahr 107 n. Chr., die im heutigen Rumänien am Schwarzen Meer liegen.

Auch wenn bis 1860 die Schriftsprache aus dem kyrillischen Alphabet bestand, ist die rumänische Sprache eine romanische Sprache. Rund 75% der Wörter entstammen romanischen Sprachen, vor allem dem Italienischen und Französischen. Der slawische Einfluss hält sich mit 15% in Grenzen. Die Aussprache des Rumänischen geht ebenfalls zurück auf das Italienische („ch“ vor Vokalen wir „k“) und das Französische („j“ wie in „Journalist“).

Die rumänische Sprache kennt vier verschiedene Dialekte. Dakorumänisch,welches dem „rumänischen Rumänisch“ entspricht, ist nördlich der Donau entstanden. Südlich der Donau gingen die Dialekte Aromunisch, Meglenorumänisch und das fast ausgestorbene Istrorumänisch hervor. Aromunisch ist von diesen der am meisten verbreitete Dialekt und wird vor allem im Balkan gesprochen. Meglenorumänisch unterscheidet sich durch eine Vielzahl an slawischen Einflüssen. Istrorumänisch wird auf der kroatischen Halbinsel Istrien gesprochen und ist geprägt von kroatischen Einflüssen.  

Ein paar interessante Fakten und Kuriositäten der rumänischen Sprache:

  • Der erste überlieferte rumänische Satz soll 587 während der Balkanfeldzüge des Maurikios von einem römischen Soldaten gesagt worden sein: „Torna Torna, Fratre!“, was so viel heißt wie „Dreh dich um, Kamerad!“

  • 1860 wurde durch Bestreben der „Siebenbürgischen Schule“, eine kulturelle Bewegung im 18. und 19. Jahrhundert, das Alphabet vom Kyrillischen in das Lateinische geändert. Seitdem gibt es im Rumänischen die lateinischen Buchstaben mit 5 Sonderzeichen (Ă, Â, Î, Ş, Ţ).

  • Die deutsche Sprache hat auch ihren Teil zur rumänischen Sprache beigetragen. Durch die deutsche Bevölkerung in den Regionen Banat und Siebenbürgen gibt es eine Vielzahl von Lehnwörtern aus dem Deutschen.

Deutsche Wörter in der rumänischen Sprache


Rumänische Wörter mit deutschem Ursprung gibt es in Hülle und Fülle. Einige Beispiele:

Deutsches Wort Rumänisches Wort mit deutschem Ursprung
Kartoffel cartof
Schraube

şurub

Schiene

şină

Kellner chelner
Rucksack rucsac

Umgekehrt gibt es in der deutschen Sprache lediglich einen Ausdruck, der rumänisch angehaucht ist. „Graf Dracula“ als Synonym für „Vampir“. Der Blutsauger stammt bekanntlich aus Transsilvanien, das auch Siebenbürgen genannt wird – ein Gebiet mit vielen deutschstämmigen Rumänen. 

Falsche Freunde Rumänisch-Deutsch:

 

Wörter, die sich in Schrift und Aussprache einem Wort aus einer anderen Sprache ähneln, nennt man „Falsche Freunde“. Diese prieteni falși sind oftmals eine Quelle für Übersetzungsfehler, da man dazu verleitet wird, anzunehmen, dass sie das Gleiche bedeuten, obwohl dies nicht der Fall ist. Hier ein paar Falsche Freunde, die in der Sprachkombination Rumänisch-Deutsch oftmals für Verwirrung sorgen:

Rumänisches Wort Falsche deutsche Übersetzung Korrekte deutsche Übersetzung
cald kalt warm
concurs Konkurs Wettbewerb
da da Ja

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